Bei Facebook: Wortwahl entscheidend – Politischer Standpunkt ebenfalls!

By | 9. Oktober 2018

Muss ich mich als Nazi bezeichnen lassen, weil ich meine Familie schütze, Ungerechtigkeit bekämpfe, meine Meinung vertrete, die aktuellen politischen Verhältnisse in Frage stelle oder der Willkür entschieden begegne?

Natürlich nicht!

Doch während unzählige Vorwürfe dieser Art in den Sozialen Medien gepostet werden und – anderen Nutzern gegenüber – ungeahndet „vor sich hin stehenbleiben“ dürfen, wird meist lediglich derjenige unrechtmäßig gesperrt, der seine Meinung kundtut, ohne überhaupt direkt jemanden anzugreifen oder zu denunzieren!

Einer unserer Mandanten stellte obige Frage mit diesen und einigen weiteren Attributen in einem Bild inbegriffen in den virtuellen Facebook-Raum. Sarkastisch beantwortete er sich dann seine Frage gleich selbst:

Ja, wenn dies alles heutzutage bedeuten würde, dass man ein Nazi sei, dann wäre er gerne einer!

Er war es Leid, dass Menschen ohne wirkliche Begründung öffentlich so betitelt werden, nur weil sie ihre Ansichten offen vertreten und für bestimmte (und immer schon vorhandene Grundwerte) stehen.

Die Folge? „Selbstverständlich“ wurde er gesperrt, sein Bild gelöscht.

In unseren letzten Posts und Blogbeiträgen haben wir immer wieder hervorgehoben, dass Facebook augenscheinlich vornehmlich nach Wortwahl zensiert. Ergänzend möchten wir an dieser Stelle aber auch nochmals verdeutlichen, dass zwar die Wortwahl immer eines der stärksten „Sperrkriterien“ ist, der politische Standpunkt aber, für den ein Nutzer einsteht, ebenso dazu beiträgt – und zwar in einem Ausmaß, das schlicht untragbar ist.

Natürlich sind wir eine Rechtsanwalts-Kanzlei, die, wie jede andere ihrer Art, von ihren Mandanten und Fällen lebt. Jedoch haben wir uns darüberhinaus dem Kampf gegen ein Ungleichgewicht im Bereich der Meinungsäußerung verschrieben, der aus unserer Sicht gerade in den Sozialen Medien von immenser Bedeutung ist.

Von heute auf morgen die in ziemliche Schieflage geratenen Dinge allesamt wieder gerade zu rücken ist leider nicht möglich. Dennoch gilt es, auch wenn es noch so schwer erscheint, sich täglich dafür einzusetzen, dass jeder Mensch seine Meinung offen kundtun kann – ohne dafür abgemahnt, mundtot oder gar bestraft zu werden.

Deshalb sind wir froh darüber, dass sich Menschen wie oben beschriebener Mandant – oder vielleicht auch wie Sie – mit ihren Fällen an uns wenden. Das Gericht (diesmal das LG Leipzig) gab uns, wie auch abzusehen war, in diesem Fall jedenfalls wieder einmal in jeglicher Hinsicht Recht. Ein weiterer Erfolg für unsere Kanzlei Repgow, vor allem aber wieder ein weiterer Schritt in Richtung gleichberechtigte Meinungsfreiheit.

Auch Sie können ein Zeichen setzen, indem Sie eben nicht alles hinnehmen und sich Ihre Meinung verbieten lassen. Helfen auch Sie mit, ein Stück Gleichgewicht mehr wiederherzustellen und lassen Sie Ihre Sperre oder Ihre gelöschten Posts von uns überprüfen – Wir sind an Ihrer Seite!

One thought on “Bei Facebook: Wortwahl entscheidend – Politischer Standpunkt ebenfalls!

  1. Mick

    Ich wäre froh , wenn FB mal eins auf den Deckel bekommt – ich bin schon fast ein Jahr ( mit Unterbrechungen gesperrt ) , nur weil ich schreibe was bei uns mit ” Migranten ” abgeht .

    Leider haben meine Freunde im Ausland oft nur smartphones , keinen PC , so das der MSN praktisch ist – NUR deshalb tue ich mir diesen Laden noch an – als Frührentner brauche ich auch diese Kontakte 🙁

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